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Kinderpsychiatrie

Leiter:
Prof. Dr. med. Gunther H. Moll
Kinderpsychiatrie, Uni-Klinikum

Musik als Fenster zur Welt

Schüler der Werner-von-Siemens-Realschule spendeten 500 Euro an Musiktherapie

Die Kinder- und Jugendabteilung für Psychische Gesundheit (Leiter: Prof. Dr. Gunther Moll) des Universitätsklinikums Erlangen hilft unter anderem Kindern und Jugendlichen, die Probleme haben, Gefühle zu zeigen und sich richtig auszudrücken. Eine neue Möglichkeit, um ihr Innerstes nach außen zu kehren erhalten die Patienten der Kinderpsychiatrie durch die Musiktherapie. Diese erhielt jetzt eine Spende in Höhe von 500 Euro, übergeben von Schülern der Werner-von-Siemens-Realschule Erlangen.
Von links: Die Schüler Vanessa Weis und Andre Wawra übergeben, zusammen mit ihrem Musiklehrer Wolfram Brüggemann, eine Spende an den Musiktherapeuten Markus Sommerer. PD Dr. Oliver Kratz, leitender Oberarzt der Kinderpsychiatrie, und Andrea Reichelt, stellvertretende Leiterin des Pflege- und Erziehungsdiensts, freuen sich mit ihrem Kollegen. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

Markus Sommerer, Musiktherapeut der Kinderpsychiatrie des Uni-Klinikums Erlangen, war begeistert: "Es ist nicht alltäglich, dass an den Bereich der Musiktherapie gedacht wird. Umso mehr freue ich mich, dass uns nun eine so großzügige Spende zuteil wird", sagte er bei der Scheckübergabe in den Räumen der kinderpsychiatrischen Tagesklinik. Die Spendensumme war die Hälfte des Erlöses aus dem Weihnachtskonzert von Chor und Orchester der Erlanger Realschule.

Im November 2015 hatte Markus Sommerer 20 Schüler der Werner-von-Siemens-Realschule zusammen mit ihrem Musiklehrer Wolfram Brüggemann mit einem musikalischen und informativen Workshop über Musiktherapie begeistert. Er erklärte ihnen den Grundgedanken dieser speziellen Therapieform: dass Musik auf das Befinden jedes Einzelnen direkten Einfluss hat. Anschaulich zeigte Markus Sommerer den Schülern damals, wie sich Stimmungen und Emotionen gezielt durch Klänge, Tonhöhen und Rhythmen steuern lassen. In der Behandlung seiner kleinen Patienten sei die Musik eine Metaebene, durch die sie sich mitteilen, aber auch von negativen Gedanken abbringen könnten.

Verzerrte Stimme gibt stummen Kindern Mut

Von dem Spendengeld soll jetzt unter anderem ein neues Gerät zur Stimmverzerrung gekauft werden. Markus Sommerer erklärt: "Die Therapie mit dem Stimmenverzerrer ist noch in der Forschung, aber ich kann immer wieder beobachten, wie sich manche junge Patienten lieber öffnen, wenn ihre sprechende Stimme plötzlich nicht mehr die eigene ist. Zusätzlich", sagte er lachend, "huscht bei nicht wenigen ein Grinsen übers Gesicht, wenn sie ihre Stimme ganz hoch oder tief hören. Auch das ist immer ein schöner Moment."

Weitere Informationen:

Markus Sommerer
Telefon: 09131 85-39123
E-Mail: markus.sommereratuk-erlangen.de

 

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