Pränatales Trauma (Maus-Modell)

Kinderpsychiatrie

Leiter:
Prof. Dr. med. Gunther H. Moll

Molekulare und epigenetische Folgen einer prä- und postnatalen traumatischen Erfahrung im Maus-Modell

Ansprechpartner: Stefan FreyYulia Golub

An einem Mausmodell eines pränatalen Traumas, das wir in den vergangenen Jahren entwickelt haben, untersuchten wir die Folgen der Traumaerfahrung auf molekular-epigenetischer Ebene. Wir bestimmten die Expression und DNA-Methylierung verschiedener stressassoziierter Gene im dorsalen Hippocampus von traumatisierten Muttertieren und deren Nachkommen. Die Muttertiere zeigten eine verminderte Crhr1 und Nr3c2 Expression, die mit einem erhöhten Methylierungsgrad der bestimmten CpG-Inseln dieser Gene einherging. Interessanterweise zeigten die Nachwuchstiere eine entgegengesetzte Regulierung des Gens Crhr1. Weiterhin wurde in Folge des Traumas noch vor der Geburt die Herunterregulierung der Expression von Fkbp5 im Hypothalamus festgestellt, die in das Erwachsenalter der pränatal traumatisierten Tiere persistierte. Zusammengefasst unterstützen unsere Befunde die Hypothese, dass die Verhaltens- und neurohormonellen Veränderungen in Folge eines pränatalen Traumas durch epigenetische Mechanismen und die Expressionsregulation der Schlüsselgene des Stresssystems bereits in utero beeinflusst werden.


Publikationen:

Golub Y, Canneva F, Funke R, Frey S, Distler J, von Hörsten S, Freitag CM, Kratz O, Moll GH, Solati J.
Effects of In utero environment and maternal behavior on neuroendocrine and behavioral alterations in a mouse model of prenatal trauma.
Dev Neurobiol. 2016;76(11):1254-1265
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26899175

Solati J, Kleehaupt E, Kratz O, Moll GH, Golub Y.
Inverse effects of lipopolysaccharides on anxiety in pregnant mice and their offspring.
Physiol Behav. 2015;139:369-374
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25447752

Sauerhöfer E, Pamplona FA, Bedenk B, Moll GH, Dawirs RR, von Hörsten S, Wotjak CT, Golub Y.
Generalization of contextual fear depends on associative rather than non-associative memory components.
Behav Brain Res. 2012;233(2):483-493
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22659395


Kooperationen:

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
Universitätsklinikum Erlangen (UKER)
Experimentelle Biomedizin
http://www.experimentelle-therapie.uk-erlangen.de

Dipartimento di Scienze Farmacologiche e Biomolecolari
Università degli Studi di Milano, Milan, Italy
Center of Neuropharmacology
http://www.laboratoriomarcoriva.eu/english/Linee-di-ricerca_laboratorio_marco_riva.html

Psychiatrische und Psychotherapeutische Klinik
Universitätsklinikum Erlangen (UKER)
Arbeitsgruppe für Suchtforschung

http://www.psychiatrie.uk-erlangen.de/forschung/arbeitsgruppen/suchtforschung/

Kinder- und Jugendklinik
Universitätsklinikum Erlangen (UKER)
Abteilung Molekulare Pädiatrie

http://www.kinderklinik.uk-erlangen.de/forschung-und-lehre/wissenschaftliche-studien/ag-prof-schneider/

 
 
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